Zum Lesen verlockenBücher sind zum Lesen da - So selbstverständlich wie das
klingt, war ist es keineswegs für die Büchermacher. Natürlich
wird es auch immer wieder Bücher geben, die für die jeweilige
esoterische Lesergemeinde bestimmt sind. Nur: Es sollte sich dann niemand
überheblich beschweren über den geringen Stellenwert von Literatur,
über den hohen Fernseh- und Videokonsum im besonderen und die Bücherfeindlichkeit
im allgemeinen. Die Leserinnen und Leser sind dort abzuholen, wo sie sind. Ihre Interessen und ihre Fähigkeiten, Gedrucktes wahrzunehmen und zu verarbeiten, entscheiden oft genug darüber, gerade beim ersten Mal, ob weitergelesen wird, ob auch weiterhin gelesen wird. Das ist besonders wichtig für Kinder, die lesen lernen und die anfangen könn(t)en, Bücher zu lesen. Wir müssen Diese Forderungen und Ansprüche waren Anstoß und Motor für mehrjährige Forschungsarbeiten die ich im Bereich der Wahrnehmungs- und Lesepsychologie durchführte. Untersuchungsfelder waren unter anderem Schriftart, Schriftgröße, Buchstabentyp, Buchstabenstärke, Buchstabenabstand, Wortabstand, Zeilenlänge, Zeilenführung, Text- und Text-Bild-Arrangement, Zeilen pro Seite, Verhältnis Bedrucktes-Unbedrucktes, Papierqualität, Druckfarbe, Farbigkeit, Einband undundund. Besonders wichtig waren aber, neben diesen mehr typografischen Faktoren, die sprachlichen und lerntheoretischen Aspekte: Was erleichtert Lesen und Verstehen? Was erschwert Lesen und Verstehen? Was interessiert Kinder? Bereits 1981 plante und konkretisierte der ARENA-Verlag (Würzburg) konzeptionell und bis ins Detail gehend, für Kinder im Grundschulalter entsprechende Bücher (der Verf. gem. mit Herbert Ossowski). Die Taschenbücher mit den Reihentiteln Die Gesamtkonzeption wurde von mir mehrfach erläutert, zuletzt
in: Verweisen möchte ich zudem auf meine Bücher: Aktuelle Informationen zu neuesten Titel und zu Auswahlkriterien
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